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Kinderkrebshilfe

Tandemfliegen für die Salzburger Kinderkrebshilfe

Am 28. Mai konnten wir 28 Kinder der Salzburger Kinderkrebshilfe und ihre Eltern zu einem "Schnupper- tandemfliegen" einladen. Helmut Sobek und die Flugschule Salzburg stellte uns für diesen Tag sein Flugschulgelände am Buchberg in Mattsee zur Verfügung. Ohne Übertreibung dürfen wir behaupten, dass alle einen riesen Spaß beim Fliegen hatten, sodaß die Grillerei und das weitere Angebot (Slacklinen, diverse Spiele,..) zur reinen Nebensache wurden. Anlass für den Flugtag war eine Spendenaktion im Zuge des Vortrags "Frei wie ein Adler" vom Wolfgang im November, bei dem 1500€ für die Kinderkrebshilfe gesammelt werden konnten. Das Sparbuch dazu wurde am Ende des Flugtages an den Vorstand als Vertretung für die Kinder übergeben.

Die erste mutige Gruppe, die sich uns anschloss und den weiteren Kindern zeigte wie einfach fliegen sein kann.
Ein paar schnelle Schritte genügten und schon gings ab durch die Lüfte.
Steff beim Überflug über die Flugschule. Es war zwar nur der Übungshang, aber immerhin waren die Kinder bei ihren Flügen über 20 Meter in der Luft und konnten das Gefühl des Fliegens erschnuppern. Kurz vor dem Start wird noch einmal alles genau Besprochen was dann später beim Fliegen wichtig ist.
Bei den jüngsten Paragleitern wurde ein wenig mitgeholfen um abzuheben. Für sie reichte ein Schritt und schon waren sie lange vor ihren Piloten in der Luft. 
Als die Eltern merkten, dass das Fliegen so richtig Spaß macht, waren sie nicht mehr zu bremsen und wollten unbedingt auch selbst mitfliegen.
Bei der anschließenden Grillerei konnten sich alle wieder stärken. Manche Kinder konnten vom Fliegen ja nicht genug bekommen und sind bis zu 3x geflogen.
Übergabe des Sparbuches an Peter Hettich (Vorstandsmitglied Salzburger Kinderkrebshilfe)

An dieser Stelle noch mal Danke an alle die geholfen haben, dass das Fest so wunderbar geklappt hat und natürlich auch Danke an alle die beim Vortrag gespendet haben.

by Wolfgang Wimmer

Ortler 3905m - Tandemfliegen am höchsten Berg Südtirols

Am 7.9.09 machten wir, Herbert, Hans, Joe, Monika und Wolfgang uns auf um mit den Schirm vom Ortler zu fliegen. Joe und Monika als Passagier bei Hans und Wolfgang. Ein jeder voll beladen gingen wir in Sulden los und hofften am nächsten Tag am Gipfel zu stehen und ein wenig später den beschwerlichen Abstieg gegen einen atemberaubenden Flug zu tauschen.

Beim Abmarsch top motiviert für die 1200 m Höhenmeter zum ersten Etapenziel der Payerhütte knapp über 3029 m.

Auf der Payerhütte könnten wir bei bester Verpflegung eine wunderschöne Abendstimmung genießen.

Ein hartes Stück Arbeit, die Tandemausrüstung hochzuschleppen. Und da ja bekanntlich die Frauen für Halbe Halbe sind .... blieb auch dem Schwesterchen nichts erspart.

Die schwersten Stellen lagen nun hinter uns, trotzdem gab es noch 400 Höhenmeter zu bewältigen, wo sich in dieser Höhe das Gewicht der Schirme doppelt auswirkt.

Oben am Gipfelkreuz angekommen war die Freude sichtlich groß.

Mit dem Startplatz mußten wir improvisieren, aber dank der gerade kennengelernten Freunde aus München die uns unterstützten war auch ein wenig Seitenwind kein Problem.

Herbert war der Erste der startete und zeigte uns wie es geht. 

Hans und Joe folgten ihm dicht hinterher. Für Monika und mich wuchs nun der Druck, den alleine wollten wir nicht absteigen - schon gar nicht da das Seil schon mit Hans und Joe am Weg nach unten war.

Nun konnten auch wir erleichtert sein, der Start war bestens geglückt und von nun an hieß es relaxen.

An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Andreas und seinen Freunden aus München, die uns nicht nur beim Starten halfen sondern auch tolle Bilder und Filme geschickt haben.

by Wolfgang Wimmer

Mt. Cook 3754m - Neuseeland

Seit vielen Jahren geistert mir der Name dieses Bergers im Kopf herum und als ich ihn das erste Mal im Jahr 2006 sah und dieses Foto machte wußte ich, dass ich ihn irgendwann besteigen werde.

Im Jänner 2009 war es soweit. Ich war wieder in Neuseeland beim Fliegen und wartete auf den richtigen Tag für Mt. Cook. Es vergingen Wochen bis der richtige Wetterbericht kam, denn meine Ansprüche an das Wetter waren hoch. Es sollte ja keine normale Besteigung werden, sondern die Erstbefliegung mit einem "Speed Wing".

Endlich war der Tag gekommen, wo das Wetter zu passen schien. Wir mußten zwar unten noch warten bis sich die Wolkendecke öffnete und der Helicopter starten konnte, aber oben angekommen zweigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Wer diesen Berg besteigen will muß bald aufstehen. Um 2:00 morgens gehts los, gemeinsam mit Roman und Urs am Seil ging es die ersten 1000 m über den Gletscher. Der technische Rest blieb mir alleine, die beiden sicherten im 2er Team weiter.

Die Sonne war gerade beim Aufgehen als ich die Summitrocks (ca. 150m Fels im 3-4 Grad) durchstieg. Nach der Felspassage war ich erleichtert. Ich war mir sicher ich würde den Gipfel leicht erreichen. Nur noch der Wind machte mir Sorgen - ich hatte doch den Speedflyer mitgeschlept und wollte weit oben starten. Oben am Gipfel angekommen, wurde das Fliegen für einen Moment nebensächlich. Die Aussicht war einfach traumhaft.

Nach einer halben Stunde am Gipfel holte mich die Realität wieder ein. Der Wind blies mit 40 km/h mir kalt um die Ohren. Leider auch noch von der falschen Seite was für mich das aus vom Fliegen war. Deshalb machte ich mich am Weg nach unten, wo zu meiner Überraschung der Wind nachlies - die Hoffnung lebte wieder auf. Ich prüfte den Wind noch weitere 50 Hohenmeter unten, wo es dann auch noch Phasen mit leichten Gegenwind gab und ich mich entschloß es zu versuchen. Ich bereite alles vor und bei der nächsten Aufwindphase sprintete ich mit meinen Steigeisen an, den Schnee- und Eishang hinunter. Der Start glückte und ich flog bereits nach wenigen Metern genau über den berüchtigen Abbrüchen der "Gun Barrols". Letztendlich wurde das für schon unmöglich gehaltene wahr. Nach 2,5 Minuten Flug bin ich sicher am Gletscherboden als erster mit dem Speedflyer gelandet und hatte nur noch 20 min bis zur Platteau Hut.

Wenns läuft dann läufts. An der Hütte angekommen herrschte perfekter Aufwind und so brauchte ich nur meinen zweiten Schirm auspacken, den Speedflyer in den Rucksack zu geben, schon flog ich Richtung Mt. Cook Village und sparte mir einen beschwerlichen 10 stündigen Abstieg. Als auch noch dieser Start geglückt war und ich in einer sanften Morgenthermik noch 10km Richtung Mt Cook Village flog, konnte ich meinen Erfolfg so richtig genießen - einfach unbeschreiblich.

 

by Mike Tiefenthaler